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Nach dem U23-Weltcup in Inzell ging es, nach einer kurzen Pause und ein paar Arbeitstagen im Spital zu Hause, für mich weiter nach Calgary. Die Reise lief problemlos, und vor Ort wurde ich direkt von Freunden empfangen – ein richtig angenehmer Start. Ich durfte bei zwei Trainingskollegen wohnen, was die ganze Zeit vor Ort sehr unkompliziert und auch ziemlich cool gemacht hat. Schweizer Schokolade hatte ich natürlich auch dabei – die Ovi-Schoggi war dabei klar der Favorit und schneller weg als geplant.
Zurück im Training – Eis, Freunde und ein bisschen Schule Nach kurzer Akklimatisation ging es wieder ins Training mit der Gruppe, mit der ich bereits im Sommer auf dem Eis stand. Entsprechend vertraut war alles, und es hat richtig Spass gemacht, wieder gemeinsam zu trainieren. Neben dem Training blieb auch Zeit für gute Gespräche, gemeinsames Essen und – weniger spektakulär, aber notwendig – Schule. Dank Online-Unterricht konnte ich gut dranbleiben, auch wenn Lernen nach dem Training manchmal etwas Überwindung kostet. Wettkampf (06.–08. März 2026) – schnell unterwegs, trotz kleiner Einlage Der Wettkampfstart ist gelungen. Über 500 Meter lief es gut – auch wenn es kurz vor dem Ziel noch einen kleinen Abflug gab. Zum Glück wurde der Lauf gewertet, und am Ende stand trotzdem eine neue persönliche Bestleistung: 36.69 Sekunden – erstmals unter 37 Sekunden. Nicht ganz die eleganteste Zieleinfahrt, aber effektiv. Am zweiten Tag folgte über 1000 Meter die nächste PB, was zeigt, dass die Form gepasst hat. Am Sonntag ging es nochmals über 500 Meter an den Start – diesmal ohne Sturz, dafür mit der nächsten Bestzeit: 36.62 Sekunden. Zwei persönliche Bestzeiten über dieselbe Distanz an einem Wochenende nimmt man definitiv gerne mit. Auch das 1500-Meter-Rennen war solide. Zwar knapp keine PB, aber ein gutes Rennen auf konstantem Niveau. Wenn der Körper mitredet Nach dem Wettkampf gab es am Montag einen Pausentag, bevor am Dienstag wieder trainiert wurde. Dabei wurde schnell klar: Der Sturz war doch nicht ganz spurlos an mir vorbeigegangen. Deshalb habe ich mich entschieden, auf den letzten Wettkampf zu verzichten und stattdessen den Fokus auf Regeneration zu legen. Nach einer langen, intensiven und mental anspruchsvollen Saison war das die vernünftigere Lösung – auch wenn man natürlich lieber fährt als zuschaut. Die gewonnene Zeit konnte ich aber gut nutzen: neue Kufen organisieren, Massschuhe bestellen (in Europa fast ein Ding der Unmöglichkeit) und mit dem Trainer mögliche Trainingsoptionen in Kanada für nächste Saison besprechen. Zurück nach Hause – kurz durchatmen, dann geht’s weiter Schon bald geht es zurück nach Hause. Dort stehen zuerst ein paar Tage Erholung auf dem Programm, bevor dann langsam der Einstieg ins Sommertraining folgt, so dass ich am 13. April startklar bin. Dann nämlich beginnt für mich die Spitzensport-RS – der nächste Schritt steht also schon vor der Tür. Die Zeit in Calgary war insgesamt sehr wertvoll: gute Trainings, starke Rennen, neue Erfahrungen und viele Inputs für die nächsten Schritte. Ein grosses Dankeschön an alle, die mich unterstützen – ohne euch wäre das alles nicht möglich.
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21./22. Dezember – Max Aicher Arena
Rund zehn Tage vor dem dritten U23-Weltcup ging es für mich nach Inzell – endlich wieder Training auf einer 400-Meter-Bahn! Da wir in der Schweiz leider keine solche Bahn haben, ist das jedes Mal etwas Besonderes (und einfach richtig cool). Zuerst trainierte ich mit den ungarischen Junioren, die ich schon vom Sommer 2024 kannte. Ein paar Tage später kamen noch zwei Schweizer Junioren und Junioren-Nationaltrainer Martin Hänggi dazu. Die Trainings waren intensiv, aber richtig gut – und vor allem: Wir waren endlich drei Jungs. Heisst: Team-Sprint-Premiere! Team-Sprint – Premiere mit vollem Einsatz Im Team-Sprint starten drei Läufer gemeinsam. Nach jeder Runde scheidet ein Athlet aus, und der letzte fährt die Schlussrunde alleine ins Ziel. Es geht also nicht nur um Speed, sondern auch um Timing, Abstimmung und saubere Führungsarbeit. Da wir sonst nicht regelmässig zusammen trainieren, mussten wir zuerst etwas Zeit ins Teamtraining investieren. Bedeutete für mich: etwas intensiver als ich es normalerweise direkt vor einem Wettkampf machen würde. Die Beine waren also nicht ganz „Wettkampf-frisch“ Ich war im Rennen derjenige, der bis zum Schluss durchziehen durfte. Für uns drei war es eine mega coole Erfahrung! Ganz vorne konnten wir uns zwar noch nicht platzieren – meine beiden Teamkollegen waren auch eine Kategorie jünger – aber wir haben als Team alles rausgehauen und viel gelernt. Persönliche Bestleistungen – trotz müden Beinen Ich freue mich, dass ich über 1000 Meter und 500 Meter neue persönliche Bestleistungen aufstellen konnte. Das zeigt mir, dass die Richtung stimmt – auch wenn die Beine nicht ganz perfekt erholt waren. Auf die 3000 Meter verzichtete ich zugunsten des Team-Sprints, da das Rennen nur knapp eine Stunde vorher angesetzt gewesen wäre. Team geht vor. Über 1500 Meter kam ich zwar nicht ganz an meine PB heran, lief aber in einem Weltcup-Rennen so schnell wie noch nie – das nehme ich definitiv positiv mit. Massenstart – Elimination, 24 Mann und Positionskampf Zum Abschluss stand der Massenstart im Elimination-Format auf dem Programm. Insgesamt waren 24 Athleten am Start – das Feld war also richtig voll. Im Eliminationsrennen scheiden alle zwei Runden Fahrer aus: zuerst jeweils drei Läufer, später dann zwei. Am Ende bleiben sechs Athleten übrig, die in den letzten beiden Runden um den Sieg kämpfen. Entsprechend intensiv war der Kampf um die Positionen von Beginn an. Leider wurde ich in Runde 6 etwas zurückgehalten und verlor dadurch entscheidend an Position. Ich schied dann in der 3. Elimination aus. Von den Beinen her wäre sicher noch mehr drin gewesen – aber in so einem taktischen Rennen entscheidet oft die richtige Position im entscheidenden Moment. Wieder eine wichtige Erfahrung mehr. Gesamtwertung – erste U23-Weltcup-Saison Mit meiner ersten Weltcup-Saison bei den U23 bin ich insgesamt echt zufrieden:
Kurz zuhause – dann ab nach Calgary Jetzt bin ich kurz zuhause – waschen, neu packen – und dann geht’s am Mittwoch schon weiter nach Calgary ins Olympic Oval. Dort trainiere ich wieder mit der Gruppe, mit der ich bereits im Sommer auf dem Eis stand, und bestreite die letzten beiden Wettkämpfe dieser Saison. Ich freue mich mega drauf und bin motiviert, nochmals alles rauszuholen. Ein grosses Dankeschön an alle, die mich unterstützen – ohne euch wäre das alles nicht möglich. Am vergangenen Wochenende standen für mich die Schweizer Meisterschaften im Eisschnelllauf in Inzell auf dem Programm. Erstmals ging es dabei bei den Aktiven an den Start – die U23-Kategorie gibt es hier nicht, also direkt im „Erwachsenenrennen“.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Drei Distanzen, drei Starts, drei Medaillen.
Insgesamt war es ein sehr gelungener sportlicher Jahresabschluss, der Motivation und Vorfreude auf die kommenden Aufgaben im neuen Jahr weckt. Nach einer kurzen Verschnaufpause geht es bald wieder mit voller Konzentration weiter. Ein herzliches Dankeschön an alle Sponsoren und Unterstützer für die wertvolle Begleitung im vergangenen Jahr. Mailand – ein ganz kleines bisschen Olympiade
Der erste Weltcup der Saison hat mich nach Mailand geführt – und schon nach den ersten Schritten ins Stadion war klar: Hier wird gross aufgefahren. Der Wettkampf war das offizielle Testevent der Organisatoren für die Olympischen Spiele 2026. Für sie eine Generalprobe, um Abläufe, Technik und Atmosphäre zu testen – für mich der Start in den U23-Weltcup. DJ, Speaker, Dopingkontrollen und gefühlt doppelt so viele Helfer wie Athletinnen und Athleten – alle wollten sehen, ob ihre Abläufe schon olympiareif sind. Es war stellenweise leicht chaotisch, aber genau das machte den Charme aus. Man spürte: Hier wird mit viel Einsatz und Begeisterung gearbeitet. Der Eintritt für die Zuschauer lag bei 1 bis 2 Euro – fast schon „Olympia zum Schnäppchenpreis“. Entsprechend gut gefüllt war die Halle. Die Stimmung war laut, herzlich und überraschend olympisch. Ein schöner Vorgeschmack darauf, wie besonders dieses Grossereignis werden wird. Sportlich lief es mir in Mailand eher verhalten. Nach meinem Sturz und den daraus resultierenden Rückenproblemen und einer anschliessenden Krankheit konnte ich rund vier Wochen kaum oder nur sehr eingeschränkt trainieren. Dass unter diesen Voraussetzungen keine Topzeiten möglich sind, war rational klar – emotional brauchte es dennoch etwas Zeit, um das zu akzeptieren. Mit etwas Abstand liessen sich die Resultate gut einordnen: schwierige Ausgangslage, solide Leistung. Was schnelle Zeiten betrifft, ist eines wichtig: Es ist allgemein bekannt, dass das Eis in Übersee – insbesondere in Salt Lake City – deutlich schneller ist als in Europa. Viele der grossen Weltrekorde wurden dort aufgestellt, und auch ich bin dort meine persönlichen Bestleistungen gelaufen. Collalbo: ein Gefühl von „Ich bin wieder da“ Der zweite Weltcup in Collalbo fühlte sich dann wie ein kleiner Neustart an. Ich war körperlich stabiler, mental klarer und mehr auf den Sprint fokussiert. Kurz gesagt: Es lief deutlich besser. Ich konnte neue Europa-Bestzeiten über 500 m, 1500 m und 3000 m aufstellen. Das war nicht nur sportlich ein Schritt nach vorne, sondern auch mental enorm wichtig. Nach den letzten Wochen tat es gut zu spüren, dass sich die Arbeit auszahlt. Im Gesamtweltcup liege ich aktuell auf Rang 4 – eine Momentaufnahme, die motiviert und Lust auf mehr macht. Kurz Luft holen – dann weiterarbeiten Jetzt bin ich wieder zu Hause, lasse die vielen Eindrücke sacken und tanke neue Energie. Vor Weihnachten stehen noch die Schweizermeisterschaften an – ein schöner Abschluss eines intensiven Jahres. Danach geht der Blick weiter nach vorne und ein intensiver Trainingsblock steht bevor. Beim dritten Weltcup im Februar in Inzell möchte ich nochmals einen deutlichen Schritt machen. Die Richtung stimmt. Die Basis ist gelegt. Und die Vorfreude auf das, was kommt, ist gross. Salt Lake City – Rennen mit den Besten der Welt Am Wochenende vom 24.10.2025 bis 26.10.2025 durfte ich im Rahmen der amerikanischen Meisterschaften in Salt Lake City starten – ein richtig cooles Erlebnis! Auf derselben Eisfläche wie einige der besten Eisschnellläufer*innen der Welt zu stehen, darunter Olympia-Medaillenkandidat*innen, war beeindruckend und motivierend. Mit meinem Wettkampf bin ich sehr zufrieden:
Rückblick – eine Zeit mit Höhen, Tiefen und viel Durchhaltewillen Die Zeit zwischen Calgary und Salt Lake City war… sagen wir mal: spannender als nötig. Zurück von Calgary hat mir der Trainingsrhythmus auf der 400-Meter-Bahn und meine Trainingsgruppe im Oval ziemlich gefehlt. Gleichzeitig war es schön, wieder in der Swiss Life Arena auf dem Eis zu stehen und dort weiterarbeiten zu können. Ein Block Short Track stand auf dem Programm. Mit Technik, Kraft und viel Kurvenarbeit. Leider kam es zu einem Sturz, bei dem ich mir einen Nerven im Rücken eingeklemmt bzw. entzündet habe – Resultat: mehrere Tage kaum bewegungsfähig und danach etwas gehemmt auf dem Eis. Trotzdem konnte ich Ende September beim Short-Track-Wettkampf in Dresden starten. Dafür, wie die Vorbereitung gelaufen war, lief es überraschend gut und ich habe viel Vertrauen zurückgewonnen. Dann die nächste Challenge: eine hartnäckige Erkältung. Zwei Wochen lang, voll auf die Lunge. Danach postinfektiöse Hyperreagibilität – was medizinisch klingt wie ein Harry-Potter-Zauberspruch, bedeutet aber einfach: kalte Luft einatmen = Bronchien zu = «Hallo, Sauerstoff? Wo bist du?» Gerade in dieser Zeit hatte ich die Chance, sowohl in Inzell als auch in Salt Lake City wieder auf einer 400-Meter-Bahn zu trainieren – umso frustrierender, wenn die Lunge nicht so richtig mitmachen will. Zum Glück wurde es Schritt für Schritt besser. Den 500 m, 1000 m und 1500 m konnte ich in Salt Lake planen und durchziehen. Den 5000 m habe ich schweren Herzens, aber vernünftigerweise gestrichen – irgendwann muss der Kopf stärker sein als der Ehrgeiz. Wieder zu Hause – Dolder-Eis & Ziele im Blick Seit Montag bin ich zurück – fast komplett fit, motiviert und voller Energie. Und: Der Dolder hat wieder offen! Dort gibt es eine 250-Meter-Einlaufbahn, deren Kurven sehr ähnlich zu denen einer 400m-Bahn sind. Für die Schweiz fast schon Luxusbedingungen – und ein bisschen fühlt es sich an wie «Mini-Calgary». Gute Voraussetzungen also, um mich gut auf die ersten beiden U23-Weltcups vorzubereiten:
Ich habe die Zusage für die Spitzensport-RS ab April 2026 erhalten! Eine Chance, auf die ich mich sehr freue – und die mir sportlich enorm weiterhelfen wird. Danke für die Unterstützung! Jetzt gilt: dranbleiben, gesund bleiben und mit Vollgas Richtung U23-Weltcup! Seit dem 8. Juli war ich in Kanada – und morgen, am 26. August, geht’s zurück nach Hause. Was soll ich sagen: es war einfach eine mega Zeit, die ich so schnell nicht vergessen werde! Ich konnte in einer super Trainingsgruppe trainieren, habe viele neue Inputs aufs Eis mitgenommen und richtig davon profitiert. Vor allem habe ich extrem viel Zeit auf dem Eis verbringen dürfen – genau das, was mir am meisten bringt. Neben den Eiszeiten standen auch etliche Velotouren auf dem Programm – meistens in der Gruppe. Das war top fürs Training … und manchmal auch eine ziemliche Quälerei 😉. Aber nicht alles drehte sich nur um Sport. Ich habe auch einiges fürs Leben gelernt: Einkaufen, Kochen, Waschen, Putzen – alles inklusive. Und glaubt mir, das kann fast anstrengender sein als 10x 500m auf dem Eis. Mein fixer Einkaufstag war der Sonntag – zum Glück sind in Kanada die Läden fast rund um die Uhr offen. Ein weiteres Highlight war ein Wanderausflug mit meinen neuen Freunden in die beeindruckende Natur Kanadas. Unglaubliche Landschaften, viel Spass unterwegs – und eine Erinnerung, die garantiert bleibt. Sportlich war der Summer Classic am 23./24. August natürlich DAS Highlight. Ich bin über 500m, 1000m, 1500m und 3000m gestartet – und habe ausser über die 1000m überall neue PBs geholt. Das Beste: ich habe auf allen Distanzen die Limiten für den U23-Weltcup geschafft! Das macht mich mega happy 😃, weil ich jetzt die Saison super planen kann. Die nächsten grossen Stationen: 📍 Ende November 25: 1. Weltcup in Mailand 📍 Anfang Dezember 25: 2. Weltcup in Collalbo 📍 Im Februar 26: 3. Weltcup in Inzell Da ich auf allen Distanzen startberechtigt bin, ist mein grosses Ziel, im Gesamtweltcup weit vorne mitzumischen. Im Oktober geht’s nochmals nach Übersee – nach Salt Lake City. Dort sind die Trials vom Swiss Ice Skating Kader für den Weltcup der Aktiven und sogar für die Olympischen Spiele 2026. Meine Chancen dort sind zwar wirklich klein, aber es ist trotzdem eine coole Möglichkeit, mich bei den „Grossen“ zu zeigen und internationale Erfahrung zu sammeln. Dazwischen und danach stehen noch weitere Wettkämpfe und Trainingstage in Inzell auf dem Plan, dazu Short-Track-Trainings in der SwissLifeArena Zürich – und sicher auch der eine oder andere Short-Track-Wettkampf. Jetzt freue ich mich riesig auf meine Familie, ein paar Tage Pause und natürlich auf alle Daheimgebliebenen. Gleichzeitig fällt mir der Abschied schwer 😢, weil ich hier viele neue Freunde gefunden habe. Aber eins ist klar: das war ganz sicher nicht mein letzter Aufenthalt in Calgary! Am 8. Juli bin ich in Calgary gelandet – mit viel Gepäck im Schlepptau: zwei grosse Koffer, ein Velokoffer, Rucksack und Handgepäck. Trotz Sommerferienbetrieb lief alles wie am Schnürchen – ein guter Start!
Meine WG ist praktisch, das Zimmer zweckmässig, und ich habe bereits zwei nette Mitbewohner kennengelernt. Die ersten Tage verbrachte ich mit Organisieren, Velo aufbauen, Lern- und Büroarbeit sowie einer ersten Erkundungstour – inklusive einem kalten, aber genialen Regenerationsbad im Bow River. ❄️ Am Freitag ging es endlich los mit dem Training. Die Gruppe ist offen, hilfsbereit und hochmotiviert. Der Campus in Calgary ist riesig – mit modernen Sportanlagen, offenen Plätzen, Cafés und viel Raum fürs Training und Lernen. Am Samstag stand ein dreistündiges Velotraining nach Bragg Creek an. Tolle Landschaft, endlos lange Geraden, aber ein Belag, bei dem man das Schweizer Strassennetz plötzlich ganz neu zu schätzen weiss. 😉 Abends war dann kulturelles Eintauchen angesagt: die Calgary Stampede – mit Cowboyhüten, Rodeo-Show, Livemusik und Foodständen ein echtes Spektakel. Gemeinsam mit Trainingskollegen konnte ich dieses kanadische Highlight voll auskosten. Am Montag war es dann soweit: Mein erstes Training auf dem „Fastest Ice of the World“. Noch kein Top-Speed, aber ein beeindruckender Moment – dieses Oval hat Geschichte. Dazu gab’s Sprint- und Krafttraining – der Alltag hier ist fordernd, aber richtig motivierend. Ich freue mich auf die kommenden Wochen und bin dankbar, dass ich diese Erfahrung machen darf. Danke an alle, die mich begleiten und unterstützen! Sportliche Grüsse, Nico Der Sommer hat gestartet – und mein Training auch. Und zwar so richtig! 🥵 Während andere Eisschnellläufer im Sommer ihre Kufen gegen Rollen tauschen, darf ich dank der Swisslife Arena auch in der warmen Jahreszeit übers Eis gleiten.
Ein echtes Privileg – und eine schöne Abkühlung. Neben dem Eis bin ich oft im Kraftraum, schraube draussen an meiner Technik und verbringe viele Stunden auf dem Velo. Das Velo ist definitiv mein Sommer-Buddy! 🚴♂️ Flache Strecken? Liebe ich. Lange Anstiege? Geben mir Fokus und mentale Stärke. Abfahrten? Mag ich auch – fahre sie aber mit Respekt (und hoffentlich ohne Bremsbelag-Feuerwerk). Eine kleine Verletzung am Oberschenkel hat mich kurz ausgebremst – leichte Zerrung – aber dank schneller Hilfe von Physiotherapie und Sportklinik bin ich schon fast wieder im Flow. Und dann kommt mein Sommer-Highlight: Am 8. Juli geht’s ab nach Calgary – Kanada ruft! Für ganze sieben Wochen trainiere ich dort mit einem kanadischen Team im legendären Olympic Oval – einem der besten Orte der Welt für unseren Sport. 🥶💨 Ich ziehe mit zwei Koffern und einem Velo los – ein kleines Abenteuer beginnt schon am Flughafen, wenn ich versuche, mein Gepäck irgendwie durch das Check-in zu balancieren 😄. Meine Unterkunft? Eine WG, nur 10 Minuten mit dem Velo vom Oval entfernt. Gefunden habe ich das Zimmer über eine kanadische Plattform – und der Vermieter ist zufällig ein ehemaliger Eisschnelllauf-Profi. Wenn das kein gutes Omen ist! Ich freue mich riesig auf neue Trainingsimpulse, viele Stunden auf dem Eis, frischen Wind im Kopf – und zusätzlich kann ich mein Englisch auf Vordermann zu bringen. Neu im Nationalkader – bereit für den Sommer
Ich freue mich sehr, offiziell ins nationale C-Kader der Aktiven im Longtrack sowie ins nationale B-Kader der Aktiven im Short Track von Swiss Ice Skating aufgenommen worden zu sein! Diese Nominierung ist für mich ein wichtiger Schritt – und ein zusätzlicher Ansporn für die kommende Saison. Ab Anfang Mai startet mein Sommertraining, und ich bin hoch motiviert, weiter an meinen Zielen zu arbeiten. Danke an alle, die mich auf diesem Weg unterstützen! Eine ereignisreiche Saison geht zu Ende – und was für eine! Ich blicke auf viele unvergessliche Momente, wertvolle Erfahrungen und grossartige Erfolge zurück. Es war eine Saison voller Höhen und Lernmomente, die mich als Athlet und Mensch weitergebracht haben.
Jetzt heisst es: Pause! Doch Stillstand gibt es bei mir nicht – die Bewegung bleibt, nur eben nicht auf dem Eis. Ich nutze die Zeit, um meinen Körper aktiv zu halten und den Kopf frei zu bekommen. Gleichzeitig laufen die Planungen für das Sommertraining und die nächste Saison bereits auf Hochtouren. Ein Highlight steht schon fest: Ein zweimonatiger Trainingsaufenthalt in Kanada! Ich freue mich darauf, neue Impulse zu sammeln, mich weiterzuentwickeln und gestärkt in die kommende Saison zu starten. Danke an alle, die mich in dieser Saison begleitet und unterstützt haben – ohne euch wäre das alles nicht möglich! Bleibt dran und bis bald! Nico Die Short Track Schweizermeisterschaft in Lausanne bildete den krönenden Abschluss einer intensiven und erfolgreichen Saison. Nach der Junioren-WM noch einmal die Wettkampfatmosphäre zu spüren und sich mit den besten Athleten der Schweiz zu messen, war ein echtes Highlight.
Der Wettkampf wurde als Mehrkampf ausgetragen, bestehend aus drei Distanzen: 1500 m, 500 m und 1000 m. Für jede Platzierung gab es Rangpunkte. Nach zwei Disziplinen lag ich in Führung, aber um den Schweizermeistertitel zu holen, musste ich meinen Final-Lauf über 1000 m gewinnen. Der Druck war hoch – doch es hat geklappt! Mit vollem Einsatz und einem klaren Fokus konnte ich den Lauf für mich entscheiden und mir den Titel des Junioren-Schweizermeister sichern. Auch wenn Longtrack meine Hauptsportart bleibt, ist Short Track eine ideale Ergänzung, besonders im Sommer. Es bietet nicht nur eine hervorragende Möglichkeit, Schnelligkeit und Technik weiterzuentwickeln, sondern ist auch eine willkommene Abwechslung im Training. Da wir diese Disziplin auch im Sommer auf dem Eis trainieren können, bleibt sie ein wichtiger Bestandteil meines Trainingsplans. Ich werde auch in der nächsten Saison bei Short Track Wettkämpfen an den Start gehen und dort auf jeden Fall alles geben. Die Vielseitigkeit beider Disziplinen stärkt mich als Athlet und hilft mir, im Longtrack noch besser zu werden. Jetzt gönne ich mir eine kleine Pause, um den Körper zu regenerieren und neue Energie zu tanken, bevor die Vorbereitung auf die nächste Saison startet. Ein grosses Dankeschön an alle, die mich auf diesem Weg unterstützen – euer Rückhalt bedeutet mir viel! Bis bald und bleibt sportlich! Nico Nach einem spannenden Weltcup-Wochenende in Quebec ging es direkt weiter nach Calgary zu den Juniorenweltmeisterschaften im Short Track. Die Reise war jedoch turbulent: Wegen einer Flugverspätung mussten wir die Nacht in Toronto verbringen und kamen erst am Dienstag, den 25. Februar, an.
Dafür war die Ankunft umso beeindruckender! Der riesige Campus der Universität Calgary und die legendäre Eishalle – bekannt als "The Fastest Ice in the World" – boten die perfekte Kulisse für schnelle Zeiten. Von Donnerstag bis Sonntag stand ich über 500 m, 1000 m und 1500 m am Start. Die Konkurrenz war stark, doch die Atmosphäre unglaublich. Besonders schön war es, dieses Erlebnis mit meinen Teamkollegen Aurel Chiper und Elodie Harding zu teilen. Ein grosses Dankeschön an unseren Coach Jérémy Masson für die tolle Unterstützung! Ganz vorne mitmischen konnte ich noch nicht, aber ich bin zufrieden: Über 500 m und 1500 m lief ich neue persönliche Bestzeiten, und über 1000 m war ich nur knapp über meiner PB aus Quebec. Short Track macht Spass, und ich werde es als Zweitdisziplin weiterverfolgen – doch mein Herz schlägt für Long Track. Ich freue mich schon darauf, eines Tages nach Calgary zurückzukehren, hier zu trainieren und einen Wettkampf zu bestreiten! Trotz der anstrengenden Anreise war es ein unvergessliches Erlebnis. Danke an alle, die mich auf diesem Weg unterstützt haben!
Am 1. und 2. Februar 2025 nahm ich erstmals am Juniorenweltcup teil – ein unvergessliches Erlebnis! Mein bestes Resultat erzielte ich über 1000 Meter, wo ich mit einer neuen persönlichen Bestleistung von 1:13:50 Minuten den 11. Rang erreichte. Auch über 500 Meter und im 1500-Meter-Rennen konnte ich mich nahe an meine Bestzeiten heranfahren und belegte die Ränge 16. und 25. Im Massenstart verpasste ich als erster Läufer knapp den Finaleinzug – hier fehlt mir noch etwas die Rennerfahrung. Dennoch bin ich insgesamt sehr zufrieden mit meinem Auftritt, habe die Rennen und die besondere Atmosphäre genossen und wertvolle Erfahrungen gesammelt. Ich freue mich bereits auf die nächsten Wettkämpfe! Juniorenweltmeisterschaften 2025 – Ein Wettkampf voller Höhen und Tiefen Die Juniorenweltmeisterschaften sind vorbei – und es war eine unglaubliche Erfahrung! Der Start über 500m war eine Achterbahnfahrt. Nach einem Fehlstart war ich extrem nervös, doch beim zweiten Versuch lief es besser. In der zweiten Kurve wollte ich vielleicht etwas zu viel und bin fast rausgeflogen – konnte mich aber gerade noch retten. Am Ende war es fast eine neue persönliche Bestzeit, und ich bin stolz, dass ich das Rennen trotz des schwierigen Starts gut ins Ziel gebracht habe. Über 1500m lief es dann richtig rund! Ich habe mein Tempo gefunden, konnte meine Kräfte optimal einteilen und wurde mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 1:55,15 belohnt – fast zwei Sekunden schneller als bisher! Ein unglaubliches Gefühl, sich so deutlich zu verbessern. Der Massenstart war bis kurz vor Schluss ein richtig starkes Rennen. Ich lag auf einem Finalplatz, doch dann – 80 Meter vor dem Ziel – der Sturz. Damit war der Traum vom Finale geplatzt. Noch bitterer: Ich habe mir dabei das Knie verletzt. Wahrscheinlich nur eine Prellung oder leichte Bänderüberdehnung, aber das Risiko für den 1000m-Start am Samstag wäre zu gross gewesen. Die Entscheidung, nicht mehr anzutreten, war hart, aber vernünftig. Natürlich war die Enttäuschung im ersten Moment riesig – traurig, dass es so enden musste. Aber wenn ich zurückblicke, überwiegt die Zufriedenheit. Es war eine unglaubliche Erfahrung, aus der ich viel mitnehme. Jetzt heisst es, das Ganze zu verarbeiten und nach vorne zu schauen. Danke an alle, die mich unterstützt haben – das bedeutet mir sehr viel! Ein Paket voller Erfolge
(Anklicken um den Artikel zu lesen) Von Collalbo nach Calgary
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„Die Zeit läuft, doch hier bleibt sie stehen.“Auf dieser Seite finden sich alle Wettkampf- und Zeitungsberichte, die meine Reise im Eisschnelllauf dokumentieren. Hier kann man meine Erlebnisse nachverfolgen, vergangene Rennen noch einmal erleben und die Höhen und Tiefen meiner sportlichen Laufbahn nachlesen. |
